In Jaisalmer haben wir eine 3-tägige Kamelsafari gebucht und sind dem Großstadtlärm für ein paar Tage entkommen.
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| Wenn man nicht sofort geht, steht man ewig... Wir wollten weg! |
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| Das erste Aufsteigen war noch sehr verkrampft und ruckartig |
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| Und los gings - mein Anblick der drei Tage |
Kamele können bis zu 200 Liter in 15 min trinken und wir wissen jetzt auch wie - gleichzeitiges Wasserlassen sorgt für einen optimalen Wasserkreislauf. Die Höcker sind übrigens Fett, kein Wasser.
Es ist nicht so einfach ein hübsches Foto mit einem Kamel zu machen. Durch die hängende Unterlippe und dem leichten bis starken Unterbiss sehen diese Tiere einfach tierisch dumm aus...
Nach zwei Stunden auf dem Kamel schwante uns, dass das wohl eine eher schmerzhafte Erfahrung werden würde. Mir tat am ersten Tag schon der Hintern weh und es sollten noch zwei weitere folgen...
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| Wohlverdiente Pause |
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| Wir sind sogar einen Tick braun geworden - immerhin fast ;-) |
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| Alles im Griff? |
Die Nächte haben wir in der Wüste auf Sanddünen verbracht. Die Thar-Wüste ist nämlich eher eine Steppe und hat nur vereinzelte große Sanddünen. Im Freien unter dem Sternenhimmel zu schlafen hatte echt etwas wildromantisches und ich hab noch nie so viele Sterne gesehen... Das war so der beste Teil der Safari!
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| Sonnenaufgang |
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| Aufstehen? Ich wart noch bis die Sonne alles erwärmt hat... |
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| Chai zum Frühstück |
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| white touri walking... |
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| Touris im Einsatz... |
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| Evelyn will mehr Geschwindigkeit - ich will Ruhe für meinen Hintern ;-) |
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| Sitzplatz mit Aussicht - hauptsache mal nicht in einem Kamelsattel :P |
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| Daniel und ich zweisam auf der Sanddüne - ist schon sehr viel Sand... |
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| Evelyn, Daniel, ich, Tuva und Kjersti |
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| hier noch ganz friedlich... |
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| und dann hätt ich doch fast nen Kuss bekommen - danke, nein ;-) |
So ganz ruhig war die Wüste dann doch nicht, denn Kamele furzen und rülpsen in einer Tour...
Außerdem hat mein Kamel hier und da versucht mich loszuwerden - hätte man zumindest meinen können. So ein Kamel ist ja schonmal sehr groß, also war mein Respekt durchaus gegeben. Da hätte ich nicht noch gebraucht, dass meins permanent große Hecken in der Steppe gesucht hat, um sich ordentlich zu kratzen - ich saß drauf, aber ist einem Kamel ja egal...
Dass Kamele auch nicht zu den intelligentesten Tieren gehören wurde uns klar, als der Kamelführer mal abrupt angehalten hat und es zu einer Kamelkarambolage kam, weil die Viecher nicht gerade eine gute Reaktion haben... Dabei bin ich mit voller Wucht auf den Sitz des vorderen Kamels geknallt und ich hab seitdem einen faustgroßen Fleck in allen Grundfarben auf dem Oberschenkel.
Hat jetzt auch nicht gerade dazu beigetragen ein Vertrauensverhältnis zu dem Tier herzustellen muss ich sagen ;-)
Wir hatten zumindest einen Heidenspaß! Auch mit unseren drei Kamelführern, die der Meinung waren uns die Geschichte vom einsamen Touristen erzählen zu müssen. Uns war durchaus bewusst, dass wir eine Standardtour gebucht haben, da braucht er nicht so tun, als wären wir total in der Wildnis ohne eine andere Seele. Ein Beispiel: Wir haben Reifenspuren auf der Sanddüne gesehen und wollten wissen, ob man auch mit nem Jeep hier über Dünen brettern kann - klang ja auch verlockend... Und daraufhin meinte er, sehr darauf bedacht so zu tun, als hätten die Menschen hier noch nie ein Auto gesehen, "noo noo no cars here, that's a camel car" - ähm, ja, genau... Was sagt man darauf?
Wir haben uns für ein langezogenes "Ahhh..." entschieden...
Am nächsten Tag waren die Kamele mal wieder über Nacht ausgebüchst und es hat über eine Stunde gedauert die Tiere wieder einzufangen. Ein Kamel war besonders widerspenstig und daraufhin haben zwei der Kameltreiber angefangen mit Stöcken auf das Tier einzuschlagen, bis es an der Nase geblutet hat. Erst auf unser Rufen, dass sie das unterlassen sollen, haben sie aufgehört. Damit war die Safari für uns vorbei und wir haben den dritten Tag radikal abgekürzt und haben uns auf dem schnellsten Weg nach Hause bringen lassen.
War echt schade, dass die sonst so schöne Tour so geendet hat. Ich hör mir gerne Lügen über Camel Cars an und lass mich im Kreis rumführen, auch wenn sie sagen, dass wir sehr weite Strecken gehen. Alles OK, aber bei Tiermisshandlung hörts dann einfach auf...
So wir haben heute den letzten Tag in Kalkutta und ich lieg im Bett, weil ich mir den Magen verdorben hab - und das nach vier Monaten in Indien. Man sollte meinen, dass man da irgendwann mal alles essen kann und dann kommt so ein gut aussehendes Subways-Sandwich und macht alles zunichte ;-)
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